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LTE Netzabdeckung Deutschland 2018

Nachdem wir die Flächenabdeckung des Telefónica LTE-Netzes (o2-Netz) für Deutschland von 2015 bis 2018 genau untersucht haben, haben wir jetzt unser Verfahren weiter verfeinert und die genaue LTE-Flächenabdeckung von Telekom-Netz, Vodafone-Netz und Telefónica-Netz für die einzelnen Bundesländer erhoben.

Die genaue Auswertung der Karten zeigt:

  • Die deutsche Telekom hat in der LTE-Abdeckung deutschlandweit (83%) einen knappen Vorsprung vor Vodafone (82%). Telefónica folgt mit Abstand (66%)
  • Die dicht besiedelten Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen werden von allen drei Anbietern zu über 90% mit LTE abgedeckt
  • Bundesländer mit einer geringeren Einwohnerdichte werden vor allem von o2 noch recht schlecht abgedeckt
29.05.2018 – Sascha M.
Wir haben unser Verfahren verfeinert und die aktuellen LTE-Netzabdeckungskarten aller drei deutschen Netz-Anbieter in einer noch höheren Auflösung erstellt. Aus vielen Einzelteilen haben wir für jeden Anbieter eine hochaufgelöste Karte für ganz Deutschland erhalten. Anschließend haben wir die Bundeslandgrenzen bestimmt und die abgedeckten Flächen berechnet. So bekommen wir

LTE-Abdeckung Deutschland 2018

Anbieter Abdeckung
Telekom 83%
Vodafone 82%
Telefónica 66%
LTE Flächenabdeckung Deutschland Mai 2018


So bekommen wir die prozentuale Flächenabdeckung der einzelnen Bundesländer durch den jeweiligen Anbieter und können vergleichen, welcher Anbieter in einem bestimmten Bundesland die beste LTE-Abdeckung hat.

LTE-Abdeckung der Bundesländer

Telekom LTE Netzabdeckung nach Bundesländern 2018 Zoom Abbildung 1


Vodafone LTE Netzabdeckung nach Bundesländern 2018 Zoom Abbildung 2


Telefónica LTE Netzabdeckung nach Bundesländern 2018 Zoom Abbildung 3


Die Gegenüberstellung zeigt, dass sich Telekom und Vodafone in den meisten Bundesländern ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, bei welchem Telefonica mit seinem LTE-Netz eigentlich nur in den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie in Nord-Rheinwestfalen mithalten kann. Am deutlichsten ist der Abstand von o2 in den „neuen“ Bundesländern.

Sichtbar wird auch, dass die Anbieter bevorzugt dort ihre Netze ausbauen, wo sich viele Menschen aufhalten – die drei Stadtstaaten sind die am dichtesten besiedelten Bundesländer und werden von allen drei Netzanbietern zu über 90% mit LTE abgedeckt.

Die Kluft zwischen dicht besiedelten und weniger dicht besiedelten Bundesländern ist bei o2 aber am auffälligsten. Während die am wenigsten dicht besiedelten Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg von Telekom (85% und 78%) und Vodafone (85% und 84%) recht gut abgedeckt sind, sind sie bei o2 nicht einmal zu 50% abgedeckt und damit deutliche Schlusslichter.

LTE-Ausbau der Bundesländer 2018

Bundesländer Telekom Vodafone Telefónica
Baden-Württemberg 78% 73% 63%
Bayern 79% 81% 63%
Berlin 98% 97% 97%
Brandenburg 78% 84% 41%
Bremen 96% 94% 96%
Hamburg 96% 96% 96%
Hessen 84% 72% 64%
Mecklenburg-Vorpommern 85% 85% 48%
Niedersachsen 87% 89% 76%
Nordrhein-Westfalen 92% 83% 85%
Rheinland-Pfalz 79% 69% 55%
Saarland 90% 75% 83%
Sachsen 86% 80% 61%
Sachsen-Anhalt 86% 86% 70%
Schleswig-Holstein 91% 95% 83%
Thüringen 82% 79% 62%
Gesamt Deutschland 83% 82% 66%
LTE-Netzabdeckung bezogen auf die Fläche der Bundesländer, Mai 2018


Anmerkung: Im Gegensatz zu der Telekom und Vodafone unterscheidet Telefónica bei seinen Karten zwischen der „Versorgung in Gebäuden“ und der „Versorgung im Freien“. Bei unserem Vergleich zwischen den drei Anbietern haben wir die Unterscheidung außer Acht gelassen um besser vergleichen zu können.


Unser Vorgehen

Die Mobilfunknetzbetreiber stellen online interaktive Karten bereit, mit welchen Kunden die Netzabdeckung in ihrer Region nachvollziehen können. Je näher an diese Karten herangezoomt wird, desto genauer wird die Darstellung.

Wir haben deshalb einen möglichst hohen Zoomfaktor gewählt und Screenshots erstellts. Dies haben wir mit jedem Teilabschnitt der Karte wiederholt und die so erhaltenen Teile zu der Gesamtkarte für Deutschland zusammengesetzt.

Anschließend haben wir die Bundeslandgrenzen bestimmt und die farbigen Flächen der Netzabdeckung für jedes Bundesland über ein Farbhistogramm berechnet und mit der Gesamtfläche in Relation gesetzt.

Ablauf der Erstellung und Auswertung der Netzabdeckungskarten Zoom Abbildung 4

Wie genau is das Verfahren?

Das Verfahren kann nur so genau sein wie die Datenbasis. Bei o2 steht auf der Karte der Hinweis über die letzte Aktualisierung. Bei der Karte von 2018 steht dort "Letzte Aktualisierung der Netzabdeckung 10/04/2018", die Datenbasis ist für o2 also sehr aktuell. Da auch die Telekom und Vodafone bei Fragen zur Netzabdeckung immer auf die Karten verweisen, müssen wir davon ausgehen, dass diese Daten auch aktuell sind.

Da die Netzabdeckungskarte anhand der Standorte, der Sendemasten und der möglichen Sendeleistung errechnet wurde, kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Darstellung um eine Best-Case-Abschätzung handelt. Dadurch gibt auch unsere Berechnung eine Best-Case-Abschätzung der Netzabdeckung wieder.

Die Telekom selber schreibt zur Genauigkeit „Die angezeigte Funkversorgung beruht auf einer Modellrechnung … und kann nicht garantiert werden.“

Telefónica unterscheidet bei seinen Karten zwischen der „Versorgung in Gebäuden“ und der „Versorgung im Freien“. Die Telekom und Vodafone machen diese Unterscheidung nicht. Bei der Telekom findet sich der Hinweis „Für die LTE-Versorgung wird … eine Versorgungsfläche dargestellt, die nur eingeschränkt und außerhalb von Gebäuden besteht.“

Presse

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